Vegetarisch für Anfänger

Vegetarisch für Anfänger – Spitzkohl mit Ingwer-Kokos-Sauce

Spitzkohl Ingwer-Kokos

Das neue ‚Vegetarisch für Anfänger‘ Rezept passt auch in dieser Woche in die Reihe ‚Wie ich meine eigene Ernte möglichst gut und abwechselungsreif verwerte!‘ Denn unser Miet-Acker von Meine Ernte wächst uns im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf! Im Frühling hatte ich noch befürchtet, dass das vom Bauern ausgesäte Gemüse zu wenig sein könnte für die grünzeugliebende Familie Mamlo. Also haben wir noch kräftig dazu gepflanzt…2 Reihen Kohlrabi, 2 Reihen Spitzkohl, 2 Reihen Rotkohl etc. pp. …tja, und jetzt haben wir den Salat…oder besser gesagt den Kohl! Urban Gardening ist für Familie Mamlo zur Challenge des Sommers geworden!

Subversion auf dem Kompost

Und damit liegen wir scheinbar voll im Trend, denn Miet-Gemüsegärten sind der letzte Schrei großstädtischer Freizeitgestaltung. Radieschen und Mistgabeln schmücken derzeit die Titelseiten mondäner Stadt- und Lifestylemagazine, darin sind dann schöne junge Menschen abgebildet, die inmitten wuchernden Bewuchses berichten, wie sie plötzlich ihren grünen Daumen entdeckten und wie man neulich beim Vertikutieren zu sich selbst fand. Der wesentliche Unterschied zwischen Gärtnern und Gardening besteht zunächst darin, dass Gardening besser aussieht. Man tut es befreit von Kittelschürze und Einfamilienhaus, erweitert jedoch um hilfreiche iPhone-Apps und hochwertige Spaten von Manufactum. Man trägt dafür angefertigte Flanellhemden schicker Modelabels und Gummistiefel zum Preis von 200 Tulpenzwiebeln. Es ließe sich reimen: Gärtnern hieß, was Mutti tat / Gardening ist Avantgarde.

Es macht eindeutig Spaß…aber, wenn man die Zeit zum Gärtnern UND Verwerten nicht wirklich ‚übrig‘ hat, sollte man sich bewusst sein, dass es auch schnell zum Stress werden kann. Wenn man seit einer Woche nicht auf dem Acker war, und für die nächsten 5 Tage immer noch kein Regen in Sicht ist…wenn der Garten des Nachbarn viel aufgeräumter und vom Unkraut befreiter wirkt als der eigene…wenn der Nachbar den geschossenen Rucola schon entfernt und durch Grünkohl ersetzt hat…und wenn man 10 Spitzkohle gleichzeitig ernten kann und nicht weiß, was man damit machen soll!

Wie viel Kohl kann eine Familie essen

…bevor sie platzt?! Und weil ich ja ’neuerdings‘ die geschmacksgebende Mettwurst und den Schinkenspeck verweigere, bin ich immer auf der Suche nach Rezepten, die auch vegetarisch herzhaft schmecken. Die Ingwer-Kokos-Kombi suggeriert zwar einige Exotik, aber durch die Zwiebeln wird der Eintopf richtig geschmacksintensiv.

Gebratenes Spitzkohlgemüse mit roten Zwiebeln und Ingwer-Kokossauce
(für 4 Personen)

1            Spitzkohl (800g)
200 g     rote Zwiebeln
250 ml   Reismilch
250 ml   Kokosmilch
80 g       Ingwer frisch
1 Bd.      Basilikum
2 EL       Zitronensaft
2 EL       Rapsöl
Salz & Pfeffer

  1. Den Spitzkohl vierteln und in 3 cm breite Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen, halbieren und quer in halbe Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und in feine Ringe schneiden. Die Basilikumblätter abzupfen.
  2. In einem Topf das Rapsöl erhitzen und den Spitzkohl darin einige Minuten anbraten. Ab und zu umrühren. Wenn der Kohl einige braune Stellen hat, die Zwiebeln und den Ingwer dazu geben und kurz mitanbraten. Anschließend die Reis- und die Kokosmilch dazugießen und aufkochen. 5 Min. köcheln lassen.
  3. Den Zitronensaft dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren die Basilikumblätter unterheben.

Und damit hatten wir zumindest schon einmal einen Spitzkohl einer wirklich leckeren Verwendung zugeführt. Habt ihr leckere Spitzkohl-Rezepte?! Dann immer her damit, wir haben noch eine große Ernte vor uns!

Guten Appetit,
Christina

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