Vegetarisch für Anfänger

Vegetarisch für Anfänger –
Rosenkohl-Frittata

Rosenkohl-Frittata by Mamlo Connection Titel

Was ist denn eigentlich eine Frittata?

Liest sich ein bisschen nach heißem Fett und vielen fettigen Kalorien! Dabei ist Frittata die italienische Antwort auf die spanische Tortilla. Sie ist eine italienische Eierspeise, die einem Omelett gleicht, aber sich dadurch unterscheidet, dass die Zutaten mit dem rohen Ei vermischt anstatt auf das halb gegarte Ei gegeben und eingefaltet zu werden. Die Zubereitung erinnert zudem an die Quiche, obwohl sie keine Mürbeteigkruste hat. Allerdings sind die Zutaten in einer Frittata viel freizügiger als die streng traditionell gewählten Zutaten eines spanischen Omeletts. Wie bei der spanischen Variante wird sie in einem tiefen Topf über mäßiger Hitze vorbereitet und dann in den Ofen gestellt, wenn der Boden sich gesetzt hat. Sie kann aber auch in der Pfanne zubereitet werden, wie es bei fernöstlichen Gerichten wie Kookoo oder Ijjeh der Fall ist.

Frittata ist sogar „Low Carb“

Als Eva Longoria mal in einem Cosmopolitan-Interview gesagt hat, dass sie ihre letzten Kohlenhydrate 1997 hatte, ist mir der Schoko-Keks beim Friseur-Cappuccino vom Tellerchen gefallen.

Bei der missionarischen Diskussion um die richtigen Zutaten für eine ausgewogene Ernährung gibt es stets einen Underdog. Eine lange währende Kampagne richtete sich seit den sechziger Jahren gegen das Fett. Zunächst wurde die Butter verdächtigt, das Herz zu schädigen. Mit der Zeit traf es auch die anderen Öle, die allesamt als schädliche Dickmacher galten. Fettreduzierte Lightprodukte fanden reißenden Absatz und boten der Industrie die Möglichkeit, bewussten Essern synthetische Zubereitungen schmackhaft zu machen. Allein die Wirksamkeit der auf dem Fettverzicht beruhenden Diäten ließ zu wünschen übrig. Das sorgte für Unmut, der sich schließlich in ein neues Feindbild kanalisierte.

Zurzeit geben die Kohlenhydrate das schwarze Schaf. War es zunächst nur der raffinierte Schurke Zucker, der verteufelt wurde, trifft es inzwischen alle Produkte aus Mehl und Stärke. Man lässt nicht allein wegen der schlanken Linie die sogenannten Sättigungsbeilagen weg, sondern glaubt zugleich, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern, indem man sich des Ballasts der Getreideerzeugnisse entledigt.

Ist Eiweiß das nächste Opfer?

Leider ist es ist eine grundlegende Eigenschaft von Essvorschriften, dass sie unterlaufen werden. Gegen die Reinheit der Lehre steht die Korruption des Körpers, die üblicherweise obsiegt. Die fettarm Lebenden schleichen nachts zum Kühlschrank, um sich hemmungslos am Sahneeis zu laben und der Low-Carb-Jünger feiert heimliche Nudelorgien. Wenn man nicht gerade Eva Longoria heißt und einen Personal Coach und eine Diätköchin im Haus wohnen hat. Das macht Diäten wirkungslos und diskreditiert die Experten. Neue Lehren treten auf den Plan und verteufeln andere Nahrungsbestandteile.

Man kann vermuten, dass es als Nächstes den Eiweißen an den Kragen geht. Der Kampf gegen das Gluten, ein Protein im Weizen, mag da ein Vorzeichen eines neuen Trends sein.

Aber jetzt ist erstmal Fastenzeit…aber auf was kann man eigentlich noch verzichten, wenn man sich eh schon vegetarisch, bestenfalls noch clean, low-carb und ohne Alkohol ernährt?! :-) Das „Vegetarisch für Anfänger“ Rezept der Woche erfüllt zwar die meisten Anforderungen an eine bewusste Ernährung, schmeckt aber so gar nicht nach Verzicht!

Rosenkoh-Frittata by Mamlo Connection

Rosenkohl-Frittata

(für 4 Portionen)

800 g             Rosenkohl
50 g                Parmesan (mit mikrobiellem Lab)
4                     Eier
100 g             Doppelrahmfrischkäse
2                    Frühlingszwiebeln
1                     Zwiebel
2                    Knoblauchzehen
1 Msp.           Cayennepfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
1 EL              Pflanzenöl
1 EL              Butter
Salz & Pfeffer aus der Mühle

  1. Den Backofen auf 130°C (Umluft) vorheizen.
  2. In einem Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Inzwischen vom Rosenkohl die welken Blätter ablösen und die Strunkansätze abschneiden. Die Röschen waschen und anschließend im kochenden Wasser ca. 7 Minuten garen, abgießen und kalt abschrecken. Gut abtropfen lassen.
  3. Den Parmesan reiben. Die Eier verquirlen, dann mit Parmesan und Frischkäse verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Muskat kräftig würzen.
  4. Die Frühlingszwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden und unter die Eimasse rühren.
  5. Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken. Öl und Butter in einer ofenfesten, hohen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel und den Knoblauch darin glasig dünsten, anschließend den Rosenkohl zugeben und bei mittlerer Hitze kurz anbraten.
  6. Die Ei-Mischung darübergießen und durch Schwenken gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Nochmals ca. 1 Minute auf den Herd stellen, damit die Schicht am Boden stockt.
  7. Anschließend die Pfanne auf die mittlere Schiene in den heißen Ofen stellen und die Frittata ca. 20 Min. darin garen, bis die Masse vollständig gestockt ist. Schmeckt heiß aus dem Backofen oder lauwarm zu einem frischen Landbrot!

Und wie haltet ihr es mit der Fastenzeit? Verzichtet ihr bewusst auf das ein oder andere?

Herzlichst,
Christina

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