Vegetarisch für Anfänger

Vegetarisch für Anfänger –
Asia-Steckrüben-Suppe

Asia Steckrüben-Suppe by Mamlo Connection Titel

Als ich die Hintergründe für scharfes Essen recherchieren wollte, waren die Top-Treffer der Suchmaschine unseres Vertrauens „So machen Sie ihn scharf!“ und „Wollen Sie ohne Brille wieder scharf sehen?“ – beides leicht daneben, denn ich will es scharf, aber das Essen!

Habt ihr euch jemals gefragt, warum in warmen Gegenden so oft scharfes Essen bevorzugt wird? Egal ob Afrika, Südasien oder Mittelamerika, scharfes Essen ist fast überall dort zu finden wo es im Sommer brütend heiß ist.

»Out hot, in hot, not hot.«

Im schlauen Internet habe erfahren, dass es in Uganda ein Sprichwort gibt: »Out hot, in hot, not hot.« Das bedeutet so viel wie: »Wenn es draußen heiß ist, dann mach es innen [im Körper] heiß, dann ist es nicht mehr heiß.« Also wer scharfes isst, dem ist im Sommer nicht mehr so warm. Die Reizung der Schleimhäute und die erhöhte Durchblutung verbessern indes auch das Geschmacksempfinden. So wirkt die Schärfe auch noch als eine Art Geschmacksverstärker…aber nur, solange es nicht so scharf ist, dass einem direkt die Zunge abfällt, dann schmeckt man nämlich gar nichts mehr.

Es gibt noch einen weiteren Grund: in der Wärme jener Länder verderben Nahrungsmittel sehr schnell. Scharfes Essen hingegen wirkt desinfizierend. Nur wenige der üblichen Krankheitserreger können in scharf gewürztem Essen überleben. Mehr eine Tatsache als ein Grund für scharfes Essen ist Folgendes: Schmerz ist die Körperreaktion auf den Genuss von scharfem Essen. Schmerz ist verbunden mit der Ausschüttung von Endorphinen, welche auch als »Glückshormone« bezeichnet werden. In Italien etwa sind scharfe Gerichte wie Nudeln »all’Arrabbiata« (auf leidenschaftliche Art, also scharf gewürzte Nudeln) als Speisen für Verliebte bekannt. Scharfe Speisen wirken also berauschend, ähnlich wie Drogen.

Und bevor es jetzt in die illegale Ecke abdriftet, kommt hier das neue total scharfe „Vegetarisch für Anfänger“ Rezept

Limette und Chili by Mamlo Connection

Asia-Steckrüben-Suppe

(für 4 Portionen)

200 g               Süßkartoffeln
200 g               Steckrübe
15 g                  Ingwer (frisch)
1                        rote Chilischote
2 EL                 Öl
2                       Sternanis
Salz
1 TL                Zucker
1 TL                Currypulver (mild)
500 ml          Gemüsebrühe
400 ml          Kokosmilch
80 g               Porree
50 g               Shiitake-Pilze
100 g             Zuckerschoten
4 Stiele          Koriander
4 Stiele          Thai-Basilikum (notfalls Zitronengras für den Asia-Geschmack)
3 EL               Limettensaft
2 TL               Sesamöl
2 TL               Sesamsaat

  1. Kartoffeln, Steckrübe und Ingwer schälen. Kartoffeln und Steckrübe in 2 cm große Würfel, Ingwer in feine Streifen schneiden. Die Chilischote abspülen und längs halbieren.
  2. Das Öl erhitzen. Kartoffeln, Steckrübe, Ingwer, Sternanis, Chili darin farblos dünsten. Mit Salz, Zucker und Curry würzen. Brühe und Kokosmilch dazu gießen und 15 Min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis Kartoffeln und Rübe fast gar sind.
  3. Den Porree putzen, abspülen und in dünne Ringe schneiden. Die Stiele von den Pilzen abschneiden, die Pilzkappen in Scheiben schneiden. Die Zuckerschoten putzen, abspülen und längs in Streifen schneiden.
  4. Porree, Pilze und Zuckerschoten nach 15 Min. zur Suppe geben und weitere 5 Min. kochen.
  5. Die Kräuter abspülen, abgezupfte Blätter grob schneiden. Suppe mit Limettensaft und Sesamöl würzen, mit Kräutern und Sesam bestreuen.

Asia Steckrüben-Suppe by Mamlo Connection 2

Und jetzt guten Appetit und schreibt mir, ob es scharf genug war, um euch glücklich zu machen ;)

Herzlichst,
Christina

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2 Kommentare

  • Antwort
    knobz
    21. April 2016 at 21:55

    Das hört sich lecker an!
    Liebe Grüße,
    Anja

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