That's Life!

Spring doch!

Spring doch Titel

Kennt ihr das auch? Ihr liegst nachts wach. Gedanken kreisen. Ihr denkt an morgen. An die ToDo-Liste, die unüberschaubar geworden ist, die unbeantworteten Mails, den Bericht, den du schreiben musst, die Präsentation, die ansteht und von der du selbst nicht sonderlich überzeugt bist. Du bist hellwach, solltest eigentlich schlafen, wälzt dich von einer Seite zu anderen. Und wenn dann der Wecker klingelt fühlst du dich bleischwer, dir fallen all die unangenehmen ToDos ein, die du nachts schon auf die imaginäre Liste für den Tag geschrieben hast und du möchtest einfach nur liegen bleiben.

Und dann triffst du hin und wieder auf Menschen, die bereits am Montag Morgen genauso euphorisch wirken, wie die meisten erst am Freitag Nachmittag. Die sich darauf freuen, dass eine neue, arbeitsreiche Woche beginnt, die es kaum abwarten können, mit dem zu starten, für das sie sich begeistern. Jetzt kann man sich dazu entschließen, dass man solche Leute total bescheuert findet…oder man fragt sich, warum es einem selber da anders geht…

Warum stehst du morgens auf?

Ich möchte dir mal eine Frage stellen:

Warum stehst Du eigentlich morgens auf?

A)    Weil du wach wirst und gute Laune bekommst, wenn du daran denkst, was an diesem neuen Tag Spannendes und Interessantes auf dich wartet.
B)    Weil der Wecker klingelt und du aufstehen musst.

Schon in dem Artikel Burn, Baby! Burn! habe ich von dem großen Unterschied geschrieben, der leider zu oft zwischen Beruf und Berufung liegt. Doch selbst wenn ich meine Berufung kenne, fehlt es den meisten von uns an dem nötigen Mut, ihr Leben noch einmal grundlegend zu verändern, sei es, weil man den Job wechselt, sich selbstständig macht oder in ein anderes Land zieht!

Wie stellte man es an, mutig zu werden?

Wir haben so viel Sicherheitsnetze gespannt, dass wir fast vergessen haben, wie spannend das Leben sein kann. Und es sind immer wieder die gleichen Argumente, die dich davon abhalten etwas zu verändern, deiner Berufung  zu folgen, eine wichtige Entscheidung zu treffen und dann auch Schritt für Schritt aus deiner Leidenschaft eine Arbeit werden zu lassen, nämlich:

  • Zweifel
  • Angst
  • Fehlende Zeit
  • Nicht in die Gänge kommen
  • Fehlende Unterstützung durch andere

Aber ganz ehrlich?! Letztendlich ist es doch alleine deine Entscheidung. So wie heute früh. Du hast die freiwillige Entscheidung getroffen, heute morgen aufzustehen, um arbeiten zu gehen oder die Hausarbeit zu erledigen. Du tust dies aus freiem Willen. Denn du könntest es auch jederzeit sein lassen. Hat nur einen einzigen Effekt: Deine Entscheidung hat Konsequenzen. „Ich muss, sonst…“ ist ein Gedanke, der uns leider rund um die Uhr begleitet.

Was würdest du lieber tun?

Aber wenn es keine Konsequenzen gäbe, was würdest du dann lieber tun, als das was du jetzt montags morgens tust? Womit verbringst Du Deine Zeit am liebsten, wenn Du frei bist? Malen? Schreiben? Reden? Musizieren? Schneidern? Entwerfen? Skateboarden? Gärtnern? Basteln? Worin wärst Du am liebsten die Nummer 1 auf der Welt?

Worüber willst Du immer mehr wissen? Gibt es Themen, über die Du immer mehr lernen willst. Themen, bei denen Du nie das Gefühl hast, jetzt mal genug zu wissen? Schaust Du Dir eine Kochsendung nach der anderen an, liest immer wieder Bücher und Zeitschriften übers Heimwerken, Gesundheit, Sport, Spiritualität, Psychologie oder andere Wissenschaften, sprichst Du auf Partys immer gern über etwas, um vom Anderen mehr darüber zu erfahren?

Wovor hast du Angst, was glaubst du, gar nicht gut zu können? Was ich früher am meisten in der Schule gehasst habe, waren alle Fächer, die mich dazu genötigt haben, zu kommunizieren. Sprachen und Geisteswissenschaften…schlimmstenfalls noch ein Referat vor der gesamten Klasse…Hölle. Mathe und Chemie waren meine Disziplin, alles kurz, knapp und unmissverständlich in Formeln abbildbar. Hätte mir damals jemand gesagt, dass meine wirkliche Leidenschaft darin liegt, mit Menschen zu kommunizieren, ich hätte ihn für verrückt gehalten. Und heute?! Verrückte Welt!

Also vielleicht ist genau das, wovor du die meiste Angst hast, das was du dir am wenigsten vorstellen kannst, gerade das was du am besten kannst?!

Was würdest Du tun, wenn Du wüsstest, Du könntest nicht scheitern?

Der Verstand kann unser Freund und unser Feind sein. Unser Freund, weil er uns von gefährlichen, unsinnigen Vorhaben abhält. Und unser Feind, weil er Gefahren und Unsinn oft falsch einschätzt und uns so auch von Vorhaben abhält, die uns wachsen lassen und unser Leben sowie die Welt schöner machen würden.

Vielleicht näherst du dich dem Mutigsein aus zwei Richtungen. Man kann sich ja erst einmal ganz unverfänglich überlegen, was man gerne tun würde wenn… Und dann denke doch beim nächsten Mal, wahrscheinlich spätestens morgen früh wenn der Wecker klingelt, den Satz „Ich muss, sonst…“ zu Ende. Was ist denn eigentlich das „Sonst“, dass dich davon abhält, das zu tun, für das du dich begeistern könntest.

Mutigsein hat jedenfalls nichts damit zu tun, dass man sich Mutproben auferlegt oder sich selbst etwas beweisen will. Man muss ja nicht direkt den Job hinschmeißen oder in ein anderes Land ziehen (oder gleich beides, wie bei der bekannten Auswanderer-Doku – aber da fehlt es zusätzlich meist noch an den Sprachkenntnissen…und daran, dass das „sonst“ scheinbar völlig außer Acht gelassen wird). Es bedeutet, sich ganz mutig einzugestehen, dass man gerne etwas verändern würde. Sich Situationen auszusetzen, in denen man scheitern könnte und möglicherweise auch mal ein Nein zu hören bekommen. Und mutig zu sein bedeutet, wieder Ja zu sagen: Ja, ich schaffe das. Ja, ich werde etwas anderes finden, wenn ich nicht zufrieden bin mit dem, was ist. Ich werde fallen, aber dann stehe ich halt wieder auf!

Und wie mutig seid ihr?

Herzlichst,
Christina

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