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Mamlo Hamburg Trip

Mamlo Hamburg Trip Titel

Städtetrips mit Kindern sind immer nur so gut wie die Planung im Vorfeld! Denn Kinder sehen und erleben Großstädte anders als Erwachsene. Wenn ich eintauche in das große Getummel einer Rushhour und es als lebendig empfinde, dass um mich herum viele Menschen sind, dann empfindet meine Tochter mit halber Körpergröße das wohl eher als unangenehm, schon aus dem Grund, dass sie nichts sehen kann. Und wenn wir in einer Stadt möglichst die touristisch nicht erschlossenen Stadtteile aufsuchen, um möglichst spontan und intuitiv ein Restaurant auszuwählen, dann ist das höchst wahrscheinlich eher sehr langweilig für die Kinder.IMG_1145

Hamburg stand also in den Herbstferien auf der Programm – und das nicht nur alleine, sondern in einer Reisegruppe aus drei Familien. Und die erste Frage, die es zu beantworten galt war „Wo übernachten wir?“

Hotels haben vielleicht Familienzimmer, die auch für zwei Kinder ausgelegt sind, aber eher selten Aufenthaltsräume, in denen man auch zwischendurch oder abends einfach mal gemeinsam mit einer größeren Gruppe aufhalten kann. Ferienwohnungen sind auch eine gute Option, aber niemals nicht mit drei Familien in einer Wohnung und drei Wohnungen beieinander? Unmöglich! Und dann ist ja auch noch die Lage entscheidend. So ungerne ich im Alltag öffentliche Verkehrsmittel nutze, umso mehr mag ich es auf Städtetrips…aber nicht mit neun Personen im Schlepptau.

IMG_114480 Zentimeter Luxus ohne Lattenrost

Hamburg hatte da die perfekte Lösung für uns, die Jugendherberge „Auf dem Stintfang“, zentraler geht’s nicht. Und hat man im Foyer noch den Eindruck, in einem modernen Art-Hotel gelandet zu sein, so ahnt man spätestens, wenn man an der Rezeption die Bettwäsche in die Hand gedrückt bekommt, was einen im Zimmer erwartet ;-) Die Familienzimmer verfügen zwar alle über ein eigenes Badezimmer, ansonsten erinnern sie mit ihren Etagenbetten und dem spartanischen Holztischchen immer noch an das, was man von der letzten Skifreizeit in der 8. Klasse kennt. Die Betten haben immer noch kein Lattenrost und breiter als die obligatorischen 80cm sind sie auch nicht geworden. Na, das konnte ja heiter werden, erfreulicherweise war ich neben den Kindern die Kleinste in der ganzen Reisegruppe.

IMG_1146Umso erfreulicher war die Besichtigung der übrigen Möglichkeiten des Hauses. Einem sehr modernen und sehr gepflegten Speise- und Aufenthaltsraum mit beeindruckender Glasfront und perfekter Sicht auf die Landungsbrücken und den Hafen. Und was noch besser ist, eine sehr gemütliche Bar, ebenfalls mit großartiger Aussicht.

Programmpunkt 1 – Der Hafen

Was als erster Bummel über die Landungsbrücken gedacht war, endetet im strömenden Regen. Schietwetter! Schiffe auch keine in Sicht, also schnell wieder zurück in die Jugendherberge. Die Kinder sind happy und tummeln sich durchs Haus, fasziniert von der Vielzahl der verschiedenen Nationalitäten junger Leute, die ebenfalls dort übernachten. Wir beziehen ein Plätzchen mit Aussicht und der Nachmittagskaffee zieht sich so in die Länge, dass wir zu bequem sind, das Haus noch einmal zu verlassen. Also testen wir das Abendessen – super – und ziehen von dort in die Bar um.

IMG_1147Stadtrundfahrt & Schwerelos

Nicht, dass wir Erwachsenen nicht alle schon einmal in Hamburg gewesen wären, aber es regnet wieder und an der Rezeption werden uns vergünstigte Tickets für eine Bustour angeboten. Nehmen wir und drehen erst einmal eine Runde. Die Kinder sitzen vorne oben im Doppeldecker und haben ihren Spaß, wir überlegen uns, wo wir auf der zweiten Runde dann endlich mal aussteigen wollen. Bei dem Wetter eigentlich nirgendwo! Der Gänsemarkt bietet da noch die besten Shopping-Optionen, also trennt sich die Reisegruppe erst einmal. Abends suchen wir uns dann nicht einfach ein nettes Restaurant im Portugiesenviertel, nein, die Reisegruppe hatte beschlossen, es muss etwas spektakulärer sei! Also quälen wir uns durch den Feierabendverkehr nach Harburg, denn dort gibt Schwerelos, ein Rollercoaster-Restaurant. Das unkommunikativste Restaurant was ich je erlebt habe. Man sitzt um eine riesige Drehscheibe an einem runden Tisch und die Scheibe ist so hoch, dass man die anderen am Tisch definitiv nicht zu Gesicht bekommt. Eine Kellnerin übrigens auch nicht, denn die Bestellung läuft über einen Monitor den jeder vor sich am Platz hat. Das Essen wird dann aus der Küche über eine Abschussrampe auf Achterbahnschienen katapultiert und kommt mehr oder weniger spektakulär am Tisch am. Die Kinder fanden es spannend, eine kulinarische Offenbarung war es nicht.

IMG_1148Entdeckertour durch die Speicherstadt

Eine Führung durch die Speicherstadt sollte man sich nicht entgehen lassen, vor allem, wenn man wissbegierige Kinder dabei hat. Das Speicherstadtmuseum bietet besondere Führungen für Kinder an. Entweder an vorgegebenen Terminen, als größere Gruppe lohnt es sich aber, die Führung separat zu buchen, dann kann man den Termin individueller wählen. Direkt um die Ecke findet man dann auch das Miniatur Wunderland, nicht nur für die Kinder ein Highlight, auch die Väter waren begeistert :-) Am besten man kauft man die Tickets vorher für ein bestimmtes Zeitfenster, da man ansonsten mitunter stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen muss.

Schanzenviertel am Samstag

IMG_0975Endlich mal was so richtig für mich. Hamburgs angesagtes Szeneviertel versprüht mit vielen kleinen Boutiquen, Restaurants und Cafés einen ganz eigenen Charme. Besonders am Samstag, wenn es dazu noch einen Trödelmarkt gibt. Und zwischendurch sollte man unbedingt einen Kaffee aus eigener Röstung bei kopiba genießen – das Motto „Schlafen kannste, wenn du tot bist“ ist Programm.  Der Bummel war dann so ausgedehnt, dass wir erst am späten Nachmittag wieder am Hafen und bereit für die obligatorische Hafenrundfahrt waren – bei strahlendem Sonnenschein.

IMG_1042Chillen in der Strandperle?!

Mit 10 Personen an einem Sonntag-Mittag bei strahlendem Sonnenschein unmöglich, denn der Laden platzt aus allen Nähten. Verständlich bei der Lage, aber den Weg hätten wir uns sparen können. Nach 30 Minuten ohne Aussicht auf einen Sitzplatz ziehen wir unverrichteter Dinge von dannen um dann festzustellen, dass das Gute auch sehr nah liegen kann. Brücke 10 an den Landungsbrücken, zwar ohne Sand, aber dafür mit Sonne, guter Laune und Chill-Faktor!

Jetzt waren es schon 5 Tage und wir haben immer noch nicht alle Empfehlungen ‚abgearbeitet‘ :-) Müssen wir wohl noch einmal wieder kommen…

Bis zum nächsten Mal Hamburg!

 

* Alle Links im Text sind rein informativ!

 

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