Vegetarisch für Anfänger

Haferbrei 2.0 – oder ist hier etwa Fastenzeit?!

MüslischaleAch herrje, könnte man jetzt denken, wenn man das Bild zusammen mit der etwas drohend wirkenden Ankündigung ‚Haferbrei 2.0‘ betrachtet, jetzt steht auch hier die Fastenzeit an…Quatsch, von wegen Fastenzeit, das Einzige auf das ich verzichte, ist das Verzichten, denn schließlich bin ich länger tot als lebendig  Smiley

Außerdem muss ich bei dem Wort ‚Fasten‘ immer an einen Urlaub auf Madeira zurück denken, bei dem wir versehentlich in einem ayurvedischen Esoterik-Wellness-Hotel gelandet sind…wobei ich finde, dass sich die Worte ‚Fasten‘ und ‚Wellness‘ schon per se ausschließen…war so ein Last-Minute-Angebot im Dezember, sah schick aus so terassenförmig über dem Atlantik, aber spätestens beim ersten Frühstück wussten wir dann auch, warum es trotz der 4 1/2 Sterne so ein nicht ausgebuchter Schnapper war…es gab nix zu essen…also nicht nichts, es gab z.B. Karaffen mit Quellwasser…mindestens 10 davon nebeneinander aufgereiht und daneben lagen Plastik-Suppenkellen…wofür die waren, wusste ich erst, als ich mir beherzt aus einer der Karaffen Wasser direkt in mein 50ml Gläschen einschenken wollte…*Platsch* und ich hatte einen tomatengroßen Rosenquarz direkt auf dem Buffet liegen…’Das müssen Sie doch mit den Schöpflöffeln machen!‘ klärte mich eine rüstige sonnengegerbte Dame jenseits der 75 mit Stirnband in der wüsten Lockenpracht auf…’Die Steine machen doch das Wasser schön!…sehen Sie, alles verschiedene Steine für die verschiedenen Chakren-Energien!‘ ….ähhhmmm, ja!

Was soll ich sagen, wir haben dann auf die Yoga-Einführungs-Session dankend verzichtet, haben uns schleunigst in unseren Mietwagen geschwungen und sind die Küstenstraße hinab nach Funchal gebraust um im nächsten Café erstmal ordentlich zu frühstücken und im Supermarkt Notreserven in Form von fettreichem Käse und Edel-Salami einzukaufen…und um uns bei der Touristen-Information erklären zu lassen, wo wir abends landestypisch und diätfrei speisen können…völlig unabhängig von unseren Chakren Smiley

Der Haferbrei den es letztens bei uns zum Frühstück gab, ist also kein Anflug von ‚Fasten zur Bewusstseinserweiterung‘, sondern der Versuch, meinen Kindern das Müsli mal anders zu verkaufen…und was soll ich sagen, nachdem ich die Un-Wörter ‚Brei‘ und ‚Schleim‘ bewusst weggelassen habe, hat es die Familie probiert und fand es sehr lecker…zumal man weniger kauen muss als beim Müsli, es schön warm ist und lecker nach Nuss und Kakao schmeckt!

Und ich verrate ein Geheimnis, wenn ich berichte, dass es mich im letzten Jahr durch die Vorbereitung für meinen ersten Marathon begleitet hat…war ein wirklich guter Geheim-Tipp Smiley

Haferbrei 2.0
(für ca. 2 Portionen)

500 ml          Milch
200 ml          Wasser (ggf. etwas mehr)
200 g            Haferflocken
1 EL              Weizenkeime geschrotet
3 EL              Leinsamen ganzes Korn
1 EL              Kakao (aber den ‚echten‘)
1 TL               Zimt
1 Msp           Muskat
Gehackte Mandeln oder Haselnüsse
Ahornsirup zum Süßen
Obst nach Geschmack und Jahreszeit

  1. KakaoMilch und Wasser kurz aufkochen.
  2. Haferflocken einrühren und auf möglichst kleiner Stufe ca. 5 Minuten köcheln lassen, rühren dabei nicht vergessen sonst brennts an!
  3. Weizenkeime und Leinsamen zugeben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen.
  4. Kakao, Zimt und Muskat einrühren. Fertig!
  5. Anschließend nach Geschmack süßen und Obst und/oder Nüsse zugeben.

 

 

Guten Appetit

Dich könnte auch interessieren

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort