Roadtrips

Der New York Trip –
Ohne Kinder

New York Titel by Mamlo Connection

Ich war noch niemals…

Damit ihr auch alle gleich einen schönen Ohrwurm habt :D – aber keine Angst, am Ende des Beitrags wartet schon der nächste auf euch!

Also ich war auch noch nicht in NY – und ich hatte in den letzten 10 Jahren das Gefühl, da so ziemlich die Einzige auf diesem Planeten zu sein. Jahrelang habe ich mich selber mit der Ausrede getröstet, dass ich da gar nicht hin muss, wenn da schon Hans & Franz hinfahren – womöglich trifft man noch jemanden, den man kennt. Dafür lieber Tokyo, das ich sehr liebe.

Aber so irgendwie schlichen sich immer mal wieder Zweifel in meine eigene Argumentation ein. Und da sich ein extra langes extra kinderloses Wochenende frühzeitig abzeichnete, gab es auch keinen Grund mehr, es nicht zu tun.

Und da saßen wir nun mittwochs vormittags in Düsseldorf am Flughafen – und nebenan saß zufällig eine Arbeitskollegin mit Mann, die den gleichen Plan hatte…soviel zu Hans & Franz!

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Nach einem entspannten Flug, bei dem wir mal die XL-Seats getestet haben, und einer sowas von unkomplizierten Einreise sind wir schließlich im citizenM am Times Square abgestiegen – eine uneingeschränkte Empfehlung! In den Zimmern kann man zwar auch keinen Walzer tanzen, aber alles ist nicht nur komfortabel, es ist extrem charmant. Und, was ein großartiger Pluspunkt ist: das Hotel hat eine eigene Rooftopbar mit 360° Dachterrasse, die nur Hotelgästen vorbehalten ist.

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High Line und Meatpacking District

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Bis 1980 ratterten auf der Hochbahntrasse noch Güterzüge – heute kann man auf der gartenarchitektonisch wunderbar begrünten High Line, die von der Gansevoort Street bis zur 30th verläuft, wunderbar auf 10 m Höhe flanieren und in die Wohnzimmer der schicken Downtown Wohnungen schauen. Am Ende laden im Meatpacking District zahlreiche Cafés zur Verschnaufpause ein. Wir haben uns im Kobrick bei einem wirklich guten selbstgerösteten Kaffee ausgeruht und aufgewärmt (ja, obwohl es in Deutschland 28 Grad waren, hatten wir eine Kaltwetterfront und 12 Grad im nicht vorhandenen Schatten), bevor wir mit der U-Bahn Richtung Financial District weiter gefahren sind.

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Der Besuch des 9/11 Memorial war obligatorisch und man hatte sofort wieder alle Bilder im Kopf, die uns vor 15 Jahren fassungslos auf die Fernseher haben starren lassen.

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Nach einem Spaziergang durch den Battery Park tut es gut, die Beine auszustrecken und den Blick über das Wasser und auf die Freiheitsstatue und die Skyline Manhattens zu genießen. Gelegenheit dazu bietet die Fahrt mit der Staten Island Ferry, die alle 30 Minuten pendelt und dazu auch noch völlig kostenlos ist. Sehr amüsant ist der Blick auf die zahlreichen Pendler, die der Szenerie nichts mehr abgewinnen können und gelangweilt auf ihren Handys herumtippten während wir uns von der Aussicht gar nicht losreißen konnten. Die beste Aussicht hat man übrigens in Fahrtrichtung rechts ;)

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Nachts im Museum

Naja, nicht nachts, aber doch morgens als Allererste (dem Jetlag sei Dank) haben waren wir im American Museum of Natural History. Hätte es morgens nicht geregnet, hätten wir bestimmt etwas anderes unternommen, aber es war ein wirklich großartiger Vormittag zwischen Grizzlybären, Meteoriten und Dinosauriern. Und für den ‚Rückweg‘ bietet sich ein Spaziergang durch den Central Park an, der nach einem regenreichen Vormittag mittags fast menschenleer war.

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Und da die Sonne sich nun schon 2 Tage nicht hatte blicken lassen, wollte ich sie an mein Handgelenk holen – in Form der einer Apple-Watch im neuen gelben Sportlook. Und dann kam der Kracher. Die ganze Stadt ist tapeziert mit Werbung für die neue Apple Sport. Man geht in ‚den‘ Apple-Flagshipstore auf der Fifth Avenue, der 24/7 geöffnet hat…und man bekommt gesagt, dass die neuen Modelle leider nicht erhältlich sind! Wie jetzt?! Ich klopfe mir auf die Schenkel und dem Guy im grünen Shirt auf die Schulter und gratuliere ihm zum guten Scherz und er sagt ohne mit der Wimper zu zucken „No joke!“. In ganz NYC sind sämtliche neuen Modelle nicht zu bekommen. Er zeigt es mir auf seinem Smartgerät und bittet mich, doch einen alternativen Ort einzugeben. Ich bin so frei und tippe „CentrO Oberhausen“ und zack, da hätte ich sie sofort haben können – das kannst du dir nicht ausdenken. Also keine Sonne fürs Handgelenk und meine Apfelliebe hat einen harten Knacks bekommen.

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Brooklyn und die Bridge

Ja, auch so ein Touri-Ding, oder? Brooklyn Bridge mit Foto in der Mitte! Aber wenn schon, dann auch mit Brooklyn haben wir uns gedacht und sind am Samstagmorgen mit der Bahn direkt nach Brooklyn gefahren. Im Hotel hatten wir den Tipp bekommen, den Tag mit einem Kaffee in der Brooklyn Roasting Company direkt am East River zu beginnen. Völlig überlaufen von New Yorker Läufern, die in Laufgruppen unterwegs waren und ihren Kohlehydratspeicher wieder auffüllen wollten – es duftet nach Kaffee, es ist laut, es ist unterhaltsam und absolut touristenfrei!

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Von dort spaziert man durch den Main Street Park und biegt dann ab, um den Zugang zur Brooklyn Bridge zu erreichen. Ein Shop, der mir auf dem Weg besonders gut gefallen hat war Brooklyn Industries – endlich mal etwas anderes als Abercrombie und die Urban Outfitters.

Und wenn man dann die Bridge erreicht, bekommt man beim Weg zurück nach Manhatten noch gleich das volle Skyline Panorama zur Brücke dazu. Weiter geht es von dort durch China-Town nach Little Italy, wo man sich vor lauter charmanten Trattorien und Weinlokalen gar nicht entscheiden kann, wo man Pause machen möchte.

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Hat man es schließlich weiter bis nach SoHo geschafft, muss man unbedingt einen echten New York Cheesecake probieren. Bei Eileen’s Special Cheesecake bekommt man die Glücklichmacher im Miniaturformat, so dass man gleich mehrere Frostings im Mund zergehen lassen kann – mein absoluter Favorit: Salted Caramel!

Keine Chance für die Highheels

Nur einen Vorsatz haben wir nicht umsetzen können. Wir hatten uns so fest vorgenommen, ohne die Kinder, abends immer richtig chic essen zu gehen und auch mal durch die Clubs zu tanzen. Uns Insider-Tipps im Hotel zu holen und direkt auch einen Tisch reservieren zu lassen und dann, aufgerüscht in Highheels und Jacket die kinderfreien Abende zu genießen. Doch es kamen zwei oder eigentlich drei Dinge zusammen.

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Zum einen waren wir tagsüber so elektrisiert von der Stadt, dass wir überhaupt kein Ende finden konnten und immer noch hier abgebogen und dort mal reingeschaut haben, so dass wir das Tagesprogramm immer frühestens nach 12 Stunden abschließen wollten. Zum anderen lag unser Hotel sehr nah an Hell’s Kitchen, einem Stadtteil, in dem es vor kleinen, charmanten und guten Restaurants nur so wimmelte und in die sind wir dann meist direkt in Sneakern und mit Taschen beladen eingekehrt, was niemanden gestört hat. Tja und dann wussten wir ja auch, dass im Hotel eine Loungebar in der 21. Etage auf uns wartet, wo wir nach einigen guten Rotweinen mit guter Musik und einmaliger Aussicht auf den Times Square einfach bequem in den Aufzug und ins Bett fallen konnten. Warum also in die Ferne schweifen?! Ok, beim nächsten Mal dann vielleicht in einen Club ;)

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Und auch wenn wir ’nur‘ 5 Tage in dieser großartigen Stadt waren, habe ich hier nur die Highlights für euch beschrieben, die nicht die ‚Klassiker‘ waren. Natürlich waren wir am Times Square, auf dem Empire State Building, haben nachts vom Top of the Rock die Lichter der Stadt auf uns wirken lassen und ich bin bei Victorias Secret im Shoppingrausch abgetaucht. Aber das passt alles gar nicht in einen Bericht – das müsst ihr selber erleben – unbedingt!

Ach ja, ein Lied möchte ich euch nicht vorenthalten – es war quasi der Soundtrack des Trips weil ich ihn zum ersten Mal in der Kaffeerösterei in Brooklyn gehört habe, wobei der Chef-Barrista gleich noch dazu performte und dachte es sei DIE Entdeckung :D

Und weil ich schon gefragt wurde, ob ich nun Tokyo oder New York besser finde: ich finde beide Städte großartig, ich liebe den Trubel und die unendlichen Möglichkeiten – müsste ich mich entscheiden, ich könnte es nicht ;)

Herzlichst,
Christina

*Alle Links sind rein informativ!

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4 Kommentare

  • Antwort
    Fabienne
    25. Mai 2016 at 10:23

    Danke, dass du mir eine kleine Auszeit in die Stadt die ich so liebe mit diesem tollen Artikel ermöglicht hast!

  • Antwort
    Yvette [engel + banditen]
    25. Mai 2016 at 22:27

    Jetzt will ich wieder hin. Sofort! Wir waren letztes Jahr auch nur ein paar Tage da- aber cih habe längst nicht genug! Danke für die schönen Eindrücke.
    LG, Yvette

    • Antwort
      Christina
      26. Mai 2016 at 15:29

      Also ich könnte auch sofort wieder hinfahren liebe Yvette – wenn du fliegst, sag Bescheid ;)

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